TANNÖD (Maya Fanke, 2008)

Darsteller

Christian Boeke, Ulrich Großmann, Monika Karle, Dr. Michael Kreutzpointner, Daniel Leers, Désirée Leers , Rita Maier, Melanie Metzger, David Miller, Christine Müller, Katrin Müller-Lorch , Patrick Schmid, Alina Sandrock, Markus Süss
sowie Tobias Bäumle, Hanah Mezghini, Lilien Strauß und Julian von Roth (Schüler/innen des Klettgau Gymnasiums Tiengen)

Regie
Daniel Leers

Rechte
THEATERSTÜCKVERLAG, Korn-Wimmer (GbR), 80804 MÜNCHEN

Aufführungszeitraum April 2019
5., 6., 12., 13., 20., 21., 26., 27. April im Schlosskeller Tiengen   
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Über die Inszenierung

Eine surreale Szenerie für ein abscheulich reales Verbrechen. In beinaher Vollbesetzung mit 18 Schauspielerinnen und Schauspielern haben wir vom Hochrhein Ensemble uns diesem großen Drama verschrieben. Wir erzählen die dramaturgisierte Geschichte eines sechsfachen Mordes auf dem Einsiedlerhof Tannöd Mitte der 1950er Jahre. In kurzen Sequenzen werden die Perspektiven der Opfer, der ortsansässigen Handwerker und Bauersleute, aber auch der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit miteinander verknüpft. Durch kurze Erzählpassagen und originale Zeugenaussagen fügt sich nach und nach ein Gesamtbild mit dichter Atmosphäre: Eine Bauernfamilie, beherrscht von einem tyrannischen Vater, der Frau und Kinder missbraucht. Ein menschenverachtendes Beziehungsgeflecht, in das alles und jeder mit hineingezogen wird – solange, bis die „wilde Jagd“ über den Hof der Familie Danner herfällt und alle erschlägt: Alte, Frauen, Kinder, das Baby. Vom Wahn verschont werden nur die Tiere. Über Tage nach dem Mord werden sie gefüttert und getränkt, die Kühe sogar gemolken.

Wer macht so etwas?
Von hier kann das keiner sein!

Der Zuschauer ist dabei Detektiv, ein stummer Beobachter. Hinterfragen Sie die Spuren, beobachten Sie alle Verdächtigen, folgen Sie den Zeugenaussagen und Indizien. Die surreale Szenerie, die zur Linken aus dem Inneren einer kleinen Dorfkirche und zur Rechten aus dem Tatort, der Scheune des Tannöd Hofes besteht, wird begleitet von Musik und sphärischen Gebeten. Doch die bigotte Scheinheiligkeit bröckelt schnell und keiner, so scheint es, hat eine reine Weste. 

Dauer des Stückes etwa 85 Minuten zzgl. einer Pause