„Ein Mordstheater“

von Simon Brett (Murder in Play)

 

Unser Ensemble hat sich im Dezember für dieses Theaterstück entschieden und wird es unter Regie von Ulrich Großmann (Freiburg) im April im Schlosskeller Tiengen acht mal zur Auffürhung bringen.

 

Das Stück:
Der Vorhang hebt sich – wir sehen das Innere eines alten englischen Schlosses. Allerdings sieht das Bühnenbild schlichter aus, als wir es sonst in diesem Theater gewohnt sind. Auch die Schauspieler spielen nicht so souverän und gut wie sonst. Nach fünf Minuten geschieht ein Mord!

Plötzlich eine Stimme aus dem Zuschauerraum: „Halt! – Das ist ja furchtbar!“ Und wir begreifen: Wir befinden uns auf der Probe eines nicht besonders hervor-ragenden Tourneetheaters mit einem dementsprechenden Ensemble. Kurz vor der Premiere.

Es sind alle Typen vertreten: Der dominante Boss, der gleichzeitig der Regisseur ist (ein Womanizer, der sich für unwiderstehlich hält), seine Frau – etwas älter als er -, die natürlich alle großen Rollen spielt, die neidische Kollegin, die davon lebt, dass sie in einer berühmten TV-Serie gespielt hat, die leider abgesetzt wurde, ein alter Komödiant – dem Alkohol nicht abgeneigt -, ein Schönling mit rollendem „R“, die hübsche Naive, auf die der Boss scharf ist, und eine junge Schauspielerin, die normalste von allen. Und dann noch ein „Mädchen für alles“ – Inspizientin und Requisiteurin.

Im Laufe der Probe geschieht ein zweiter Mord! Echt? Gespielt? Es tritt ein Inspektor auf. Echt? Gespielt?

Ein Stück, amüsant und spannend, ein gefundenes Fressen für komödiantische Schauspieler und einen Regisseur, der dem Publikum mal zeigen kann, wie es „hinter den Kulissen“ zugeht.

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