Schiller. „Wilhelm Tell“.
So weit, so schwer. Ein schwerer Brocken, Megalith des deutschen Bildungsgutes, schwergewichtiger Schweizer Nationalmythos. Und frei heraus: schwer verständlich.

Was passiert nun aber, wenn sich drei ambitionierte Schauspieler vornehmen, diesen Brocken (fast 50 verschiedene Rollen) zu dritt auf die Bühne zu bringen. Sie denken sicher: vorprogrammiertes Chaos.
Nun stellen Sie sich vor, zwei der Darsteller sind darüber hinaus gerade Eltern geworden und in Ermangelung eines Betreuungsplatzes ist immer ein Säugling auf der Bühne, der sich nicht an die Gepflogenheiten im Theater hält.

Das Dramen-Terzett taumelt durch dieses Chaos aus Schiller, Familie und Beruf. Balanciert zwischen Diskussionen um Freiheit, Frauenrecht und Familienpolitik. Sie zeigen, dass alles möglich ist, wenn man kompromissbreit ist, dass diese Mammutaufgabe zu schaffen ist, wenn man alles selbst macht, denn:


„Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.“

Mit Anne Lindenberg, Natalie Buda, Daniel Leers
Regie: Sophie Stierle