Das Ali-Ensemble bringt mit „Mr. Pilks Madhouse“ grotesken britischen Humor auf die Bühne: Der englische Schauspieler und Regisseur Ken Campbell schrieb in den siebziger Jahren eine Serie von kurzen Dramen über alltägliche und nichtalltägliche Dinge des Lebens. Er fügte sie zusammen unter dem Titel „Mr. Pilks Madhouse“.
Wer sich auf das Stück einlässt, sollte auf alles vorbereitet sein, vor allem aber auf eines: „Erstens kommt immer alles anders, und zweitens als man denkt.“ In den 15 Episoden aus der Feder Ken Campbells, der unter anderem aus Monty-Python-Filmen bekannt ist, häufen sich seltsame Begebenheiten und Figuren am Rande der Zurechnungsfähigkeit. Jede Szene dauert nur wenige Minuten, und keine hat etwas mit der nächsten zu tun. Dennoch verdichtet sich schließlich, wenn der Intellekt längst kapituliert hat, alles zu einer Erkenntnis: Die Welt ist ein Irrenhaus, und dieses Stück ist nur so durchgeknallt wie das Leben selbst. Jede Wahrnehmung ist gleichzeitig ebenso real wie absurd; jede Normalität kann von einer Sekunde zur nächsten in den Wahnsinn abgleiten – und umgekehrt. „Mr. Pilks Madhouse“ fordert Darsteller und Publikum gleichermaßen heraus, sich auf ein Spielchen einzulassen, in dem die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen.

Die sechs Darsteller in der Ali-Theater-Inszenierung von Mr. Pilks Madhouse: Natalie Buda, Désirée Burger, Kerstin Simon, Gilberto Cammisa, Daniel Leers und Ralph Weber.