Hier eine kleine, nicht abschliessende Aufzählung

Eine erlesene Referenz zum 250. Geburtstags des Kalendermachers Johann Peter Hebel (2010)

 

Wie kein anderer Dichter seiner Zeit verstand es Johann Peter Hebel (1760 – 1826) seine Leser zu unterhalten und zugleich unaufdringlich und augenzwinkernd zu belehren. Sein Mittel dazu war der literarische Kalender. Der „Rheinländische Hausfreund“ (1808 – 1819) enthält eine unnachahmliche Mischung aus Schwänken und Anekdoten, Rührstücken und Räuberpistolen, Betrachtungen zu Wetter und Weltgeschehen, Kosmos und Politik – und das auf höchstem erzählerischem Niveau. Diese Lesung bietet die schönsten Stücke des Wiesentäler Kalendermachers, und sollten Sie ihre Lieblingsgeschichte von Hebel darin vermissen: Fordern Sie sie doch einfach als Dreingabe!

Es liest: Andreas Weiß

Es spielen: Cara-Marlene Fuchs, David Miller

 

Erlesene Märchen

 

Märchen: das sind für uns alle Kindheitserinnerungen. Eine Zeit, in der es uns gut ging, wir beschützt und behütet wurden und die wildesten Tiere Papierdrachen oder Stechmücken waren. Wohlig warm im Kreise der Familie mit Eltern die einen liebten.
Warum dann nur will sich dies wunderbare Gefühl einstellen, wenn wir Geschichten lauschen von armen, frierenden und hungernden Kindern; von bitterbösen Stiefmüttern und achtlosen Vätern; Geschichten von missgünstigen und böswollenden Hexen; Erzählungen voller Leid, Elend, Tod und Teufel, Angst und Not.
Hoffnung. Ja, wegen der Hoffnung und dem unbändigen Lebenswillen, der in diesen Geschichten und ihren Figuren steckt. Wegen der immer greifenden Moral und der übergeordneten Gerechtigkeit, die Gutes belohnt und Schlechtes bestraft.

Unsere Märchen sind allesamt belehrsam, und geht es doch fast immer um Tod und Verderbnis.
Verniedlicht wird der „Gevatter Tod„, fabuliert werden „Läuschen, Flöhchen, Strohhlam, Kohle und Bohne„, fantasiert wird mit dem Teufel und den Riesen, dem Zauber der Feen und Hexen.

Erleben Sie Désirée Burger, Kerstin Simon, Daniel Leers, Ralph Weber und Andreas Weiss in einer ganz eigenwilligen Märchenlesung, nicht nur für Erwachsene.

 

Ruhe in Frieden (2008)

Lebendig begraben zu werden, ist sicherlich einer der abscheulichsten Daseinszustände, die einem Menschen in seinem Leben begegnen können. Dieser furchtbare, doch zweifellos endliche Zustand wird nur noch durch die Martern übertroffen, die einen Menschen peinigen und irre werden lassen, der nicht mehr Herr ist über die Leichen, die er in seinem Keller vergraben hat.
Für beide Ausnahmesituationen gibt es einen unübertrefflich einfühlsamen Schilderer solcherart Grenzzustände der menschlichen Existenz: Edgar Allan Poe (1809-1849). Mit zwei seiner Meistererzählungen
„Der schwarze Kater“ (1843)
„Das Gebinde Amontillado“ (1846)
verbeugen auch wir uns vor dem souveränen Meister der modernen literarischen Grauens.

 

Weihnachtstheater (2008)

So wie nun schon jedes Jahr, spielen wir vom ALI Theater Ensemble eine kleine inoffizielle Vor-Premiere unseres neuesten Stückes in einer geschlossenen Vorstellung für geladene Gäste.

Fein, aber wie können Sie daran teilnehmen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns ein Email, wenn sie mir ihrer Belegschaft teilnehmen wollen. Erfahren Sie alle Informationen, Konditionen und Anmeldungsmodalitäten jederzeit unter:
07741 / 686 99 86

Der Ablauf stellt sich dieses Jahr wie folgt dar:
Sektempfang ab 17:30
Spielbeginn ab 18:00
Pause an der Bar gegen 19:00
zweiter Teil von 19:20 bis 19:50

So sind Sie mit Ihrem Team um kurz nach acht zum Weihnachtsessen in der Tiengener Gaststätte ihrer Wahl.
Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

 

Der Tunnel (2007)

Unheimliche Lesung
Friedrich Dürrenmatt: Der Tunnel
mit Andreas Weiß

Stellen Sie sich vor Sie schneiden in ihrem hübschen Blumengarten samstagnachmittags die Rosen. Da, Hoppla, ein kleiner Stich. Na ja, eine Lappalie, sie schneiden gutgelaunt und mit einem Liedchen auf den Lippen weiter und hätten die kleine Verletzung schon längst wieder vergessen, wenn sich in ihrer Handfläche inzwischen nicht ein schmieriger Blutfilm gebildet hätte, so dass sich die kreuz und querverlaufenden Linien darin richtig schön abzeichnen. Ärgerlich, denken Sie da, war das doch ein größerer Schnitt? Sie müssen die schöne Wochenendbeschäftigung, ob Sie wollen oder nicht, beenden, denn schon tropft es aus der Hand, als ob eine Ader angeschnitten wäre. Panik steigt jetzt in Ihnen hoch, sie eilen unsicher ins Haus, auf den Lippen schon ein heiseres Um-Hilfe-Rufen, taumeln, fallen…
Immer wieder gibt es in unserem Alltag kurze Momente, in denen ein Schatten auf unser Leben fällt, eine Panik auszubrechen droht, eine Katastrophe sich andeutet… Doch meistens fällt der Schatten nur kurz, hinterlässt allenfalls eine Ahnung vom großen, schwarzen Loch, vor allem aber Erleichterung, wenn die Ordnung wieder hergestellt ist.
Denken wir aber doch einmal weiter, begeben wir uns doch einmal hinein in die finale Katastrophe mitten aus dem Alltag. Was ist dann, was haben wir dann noch zu denken, zu sagen?
Unsere Serie „Die Unheimliche Lesung“ ist genau der richtige Ort dies einmal – im geschützten Parkett des Ali Theaters – zu wagen, sich aufs (gut bestreute) Glatteis zu begeben, auf dem alles zu rutschen beginnt. Mit dem wir dies gemeinsam ausprobieren, ist niemand anderes als der Meister der surreal-grotesken Erzählung des 20. Jahrhunderts, Friedrich Dürrenmatt. Seine Katastrophe beginnt mit einer sonntagabendlichen Zugfahrt durch die schöne Schweiz…

 Herbstlyrik (2006)

 

Der Übergang vom Spätsommer zum Herbst ist ein wehmütiger Abschied von sommerlichen Freuden und ein Willkommensgruß an bevorstehende Erntegenüsse. Zugleich lässt diese Zeit bereits ein erstes Mal das Ende des Jahres erahnen. Wie keine andere Gattung der Literatur hat die Lyrik in einer Vielzahl berühmt gewordener, aber auch weniger bekannter Beispiele die unterschiedlichen Facetten dieser überaus stimmungsvollen Übergangszeit ausgeleuchtet, die sie stets auch als Spiegel menschlicher Seelenzustände verstanden hat.
In einem gemeinsamen künstlerischen Projekt sind Anette Däublin-Schwarz, Christian Kütemeier und Andreas Weiß den verschiedenen lyrischen Empfindungen dieser Jahreszeit nachgegangen und haben sich von zahlreichen wunderbaren Gedichten zu Interpretationen in Wort und Musik inspirieren lassen, die bei dieser Matinee erklingen werden. So können Sie den Melodien lauschen, die Altweibersommer und Erntezeit mit so viel Sinnlichkeit erfüllen.

Andreas Weiß : Lyrisches Ich, Anette Däublin-Schwarz : Flöte, Christian Kütemaier : Gitarre

 

Die Kirschwassergeschichte (2006)

 

von Werner Bergengruen
Wie fänden Sie es ewig leben zu dürfen? Höchst erfreulich, wunderbar, phantastisch? Nun, nach dieser Geschichte wird Ihnen beim bloßen Gedanken daran – und dabei wird es naturgemäß auch bleiben – das Blut in den Adern gefrieren. Darum empfehlen wir die „Kirschwassergeschichte“ allen Ewig-Leben-Wollenden zum Abgewöhnen und den Liebhabern guter Spukgeschichten zur Kurzweil.

Werner Bergengruen – geboren 1892 im fernen Riga, gestorben 1964 im schönen Baden-Baden – war nach seinem Jura-, literatur- und geschichtswissenschaftlichen Studium zunächst als Journalist tätig. In den 30er und 40er Jahren wurde er als Autor historischer Romane bekannt, durch die der mutige Mann indirekt das nationalsozialistische Regime verurteilte. Schreib- und Publikationsverbote waren die Folge. Popularität besaß das Werk Bergengruens bis in die Nachkriegszeit aber vor allem durch die herausragende Qualität seiner Erzählungen und Novellen, die immer wieder vom Sinn menschlicher Existenz handeln und zu denen auch die „Kirschwassergeschichte“ aus der Sammlung „Das Buch Rodenstein“ aus dem Jahre 1927 zählt.

Andreas Weiß

 

Der dritte Arm (2005)

Unheimliche Lesung